Die Berichterstatter des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (AFET) und des Ausschusses für internationalen Handel (INTA) halten am Mittwoch nach den Plenarabstimmungen über zwei EU‑Mexiko‑Abkommen eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Das modernisierte globale Abkommen (MGA) ersetzt den seit 2000 bestehenden Rahmen mit dem Ziel, neue Geschäftsmöglichkeiten zu fördern sowie einen stärkeren Schwerpunkt auf nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung von Korruption zu legen. Damit eröffnen sich potenziell Vorteile für europäische und damit auch österreichische Unternehmen, die auf dem mexikanischen Markt tätig sind oder dort Waren beziehen. Das interimistische Handelsabkommen (iTA) umfasst die handelsbezogenen Teile des MGA, die in der ausschließlichen Kompetenz der EU liegen, und tritt früher in Kraft, ohne auf die Ratifizierung aller EU‑Mitgliedstaaten warten zu müssen. Zu den in der iTA geregelten Punkten zählen insbesondere: Zolltarife und handelsbezogene Maßnahmen, Schutz von EU‑Innovationen und geistigem Eigentum, Schutz traditioneller Produkte (z. B. geschützte Ursprungsbezeichnungen), weitere handelsrelevante Bestimmungen, die den Marktzugang erleichtern können. Das vorzeitige Inkrafttreten des iTA kann für österreichische Exporteurinnen und Exporteure sowie Produzentinnen und Produzenten traditioneller Erzeugnisse Vorteile bringen, weil Handelshemmnisse früher abgebaut und Schutzmechanismen für Herkunftsbezeichnungen und Innovationen schneller wirksam werden. Wer spricht: AFET‑Berichterstatter Javi López (S&D, ES) und INTA‑Berichterstatter Borja Giménez Larraz (EPP, ES). Wann: 14:00–14:30 MEZ, Mittwoch, 8. Juli 2026. Wo: Daphne Caruana Galizia Pressekonferenzraum (WEISS N -1/201), Europäisches Parlament, Straßburg, und per Fernzugang. Wie: Akkreditierte Medienvertreterinnen und -vertreter sind eingeladen, an der Pressekonferenz persönlich teilzunehmen. Zusätzlich können Journalistinnen und Journalisten die Veranstaltung über die Plattform Interactio verfolgen und dort Fragen stellen. Beim Verbinden bitte den Namen und die Medienorganisation im Vor‑ und Nachnamenfeld angeben. Für eine bessere Tonqualität wird die Nutzung von Kopfhörern und Mikrofon empfohlen. Interpretation ist nur für wortführende Beiträge mit Video möglich. Die Pressekonferenz ist außerdem über den Webstream des Parlaments (Live‑Stream und Video‑on‑Demand) verfolgbar. Es wird Dolmetschung in den Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch und Spanisch geben.