Am Dienstag stimmte das Parlament zu, das Dringlichkeitsverfahren für Maßnahmen zur Unterstützung von Landwirten einzusetzen, die von den steigenden Düngerpreisen betroffen sind. Die vorgeschlagenen Maßnahmen, die erstmals von der Europäischen Kommission in ihrem Düngeraktionsplan angekündigt wurden, umfassen insbesondere: Ein Liquiditätsschema, um Landwirten kurzfristig finanzielle Mittel bereitzustellen. Vorgezogene Direktzahlungen an Landwirte, damit diese Rechnungen bei Banken und Lieferanten begleichen können. Die Möglichkeit für die Mitgliedstaaten, ihre Zuweisungen für Direktzahlungen 2027 anzupassen, damit Landwirte, die noch keinen Dünger gekauft haben, nicht ihre Fruchtfolge für die nächste Aussaat ändern müssen. Nächste Schritte: Es wird erwartet, dass das Parlament während der Plenarsitzung im Juli über die inhaltlichen Aspekte des Vorschlags abstimmt. Hintergrund: Die EU ist bei Düngemitteln auf Importe angewiesen: etwa 30 % der stickstoffbasierten Dünger und 70 % der phosphathaltigen Dünger, die in der Landwirtschaft verwendet werden, stammen aus dem Ausland. Die Produktion innerhalb der EU hängt stark von Erdgas ab. Die Preise für beide Düngerarten sowie die Energiepreise sind aufgrund jüngster geopolitischer Ereignisse gestiegen, darunter die Auswirkungen der Schließung der Straße von Hormus und Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.