Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am Dienstag in der Plenarsitzung die Nominierung von Boris Vujčić zum Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) bestätigt. Das Ergebnis der Abstimmung lautete: 460 Stimmen dafür 68 Stimmen dagegen 91 Enthaltungen Mit diesem Votum bestätigt das Parlament die Stellungnahme des Ausschusses für Wirtschaft und Währung, der bereits am 26. Februar eine positive Einschätzung abgegeben hatte. Der Posten des Vizepräsidenten der EZB wird frei, weil das Mandat von Spaniens Luis de Guindos am 31. Mai endet. Die Nominierung und Ernennung folgen dem in Artikel 283 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verankerten Verfahren: Der Rat trifft eine Entscheidung mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag des Rates, nachdem er das Europäische Parlament und den EZB-Rat konsultiert hat. Für Österreich als Mitglied des Euroraums ist die rasche und demokratisch abgestützte Besetzung eines leitenden Amtes der EZB von Bedeutung, da sie zur Stabilität der Geldpolitik beiträgt und somit günstige Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Unternehmen und Verbraucher im Land unterstützt.