Die Namen der ersten Preisträger des Europäischen Verdienstordens, die einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Integration geleistet haben, wurden heute in Straßburg bekannt gegeben. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, gab heute die Namen der ersten Preisträger des neuen Europäischen Verdienstordens bekannt. Mit der Auszeichnung werden bedeutende Beiträge zur europäischen Integration und zur Förderung und Verteidigung europäischer Werte gewürdigt. „Europa wurde schon immer von Menschen aufgebaut. Sie haben Gräben überbrückt, Barrieren überwunden, Diktaturen gestürzt und Krisen bewältigt, um eine bessere Zukunft für unseren Kontinent zu schaffen. Dieses europäische Engagement verdient es, gewürdigt zu werden. Mit dem Europäischen Verdienstorden ehren wir diejenigen, die nicht nur an Europa geglaubt haben, sondern auch zu seinem Aufbau beigetragen haben“, sagte Präsidentin Metsola bei der Bekanntgabe der ersten Preisträger. Die Preisträger wurden von der Jury des Ordens ausgewählt, die sich aus Präsidentin Metsola, den Vizepräsidentinnen des Europäischen Parlaments Sophie Wilmès und Ewa Kopacz sowie Michel Barnier, José Manuel Barroso, Josep Borrell und Enrico Letta zusammensetzt. Die Vorschläge für die Ernennung stammten von Staats- und Regierungschefs, Parlamentspräsidenten und Präsidenten der EU-Institutionen. Zu den ernannten verdienstvollen Mitgliedern des Europäischen Verdienstordens zählen: Angela Merkel, ehemalige Bundeskanzlerin Deutschlands Lech Wałęsa, ehemaliger Vorsitzender der Solidarność und ehemaliger Präsident der Republik Polen Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine Valdas Adamkus, ehemaliger Präsident Litauens Jerzy Buzek, ehemaliger Ministerpräsident Polens und ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments Aníbal Cavaco Silva, ehemaliger Präsident und Premierminister von Portugal Sauli Niinistö, ehemaliger Präsident von Finnland und ehemaliger Sprecher des finnischen Parlaments Pietro Parolin, Kardinal und Staatssekretär des Heiligen Stuhls Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau Javier Solana y de Madariaga, ehemaliger Hoher Vertreter der EU für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Wolfgang Schüssel, ehemaliger Bundeskanzler Österreichs Jean-Claude Trichet, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank Weitere Personen wurden zu ehrenhaften Mitgliedern oder Mitgliedern des Ordens ernannt, darunter Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Kultur, wie etwa José Andrés, Gründer der NGO „World Central Kitchen“, der Basketballspieler Giannis Antetokounmpo, Menschenrechtsanwältinnen und -anwälte sowie Künstler wie Mitglieder der Band U2. Anlässlich des 75. Jahrestags der Schuman-Erklärung beschloss das Präsidium des Europäischen Parlaments im vergangenen Jahr, die erste europäische Auszeichnung dieser Art zu schaffen, die von einer EU-Institution verliehen wird. Mit dieser zivilen Auszeichnung sollen Personen geehrt werden, die einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Integration oder zur Förderung und Verteidigung der europäischen Werte geleistet haben. Jedes Jahr können bis zu 20 Preisträger in den Orden aufgenommen werden. Nächste Schritte: Nach der Bekanntgabe am Dienstag werden die Preisträger zu einer offiziellen Verleihungszeremonie eingeladen, die während der Plenarsitzung vom 18. bis 21. Mai in Straßburg stattfindet.