Präsidentin Roberta Metsola eröffnete die Plenarsitzung im März mit Erklärungen zur Lage im Iran, dem Anstieg politischer Gewalt und dem antisemitischen Angriff in Lüttich (Liège), Belgien. Ereignisse im Iran und im Nahen Osten: In Bezug auf die sich in den letzten Tagen entwickelnden Ereignisse im Iran und im Nahen Osten erinnerte Präsidentin Metsola die Abgeordneten an die 47 Jahre brutaler Repression, die das iranische Volk erlitten hat, und an das stolze historische Engagement des Parlaments, diese Menschen zu unterstützen. Sie verurteilte Irans wahllose und verzweifelte Angriffe auf die Golfstaaten und bekräftigte, dass das Parlament weiterhin dafür eintreten werde, dass die Menschen im Iran in Freiheit leben und ihr eigenes Schicksal wählen können. Die Präsidentin versicherte außerdem dem Volk von Zypern, dass es niemals allein gelassen werde: „Europäische Solidarität ist real, greifbar und an eurer Seite“, und betonte: „Denn die Sicherheit Zyperns ist die Sicherheit der Europäischen Union.“ Anstieg politischer Gewalt: „Dieses Haus verurteilt politische Gewalt in aller Deutlichkeit, wo immer sie vorkommt und von welcher Seite sie auch kommen mag“, sagte Präsidentin Metsola angesichts des besorgniserregenden Anstiegs politischer Gewalt, der durch Online-Hyperpolarisation befeuert werde. Sie rief zu Toleranz und Verständnis auf und erinnerte die Abgeordneten daran, mit gutem Beispiel voranzugehen und politische Differenzen durch öffentliche Debatten zu klären, „ohne jemals zu aggressivem Verhalten oder Gewalt zu greifen“. Angriff auf eine Synagoge in Lüttich: Entsetzt über die Nachricht von einem Angriff auf eine Synagoge in Lüttich noch am selben Tag, sagte Präsidentin Metsola: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen von Lüttich und bei der gesamten jüdischen Gemeinschaft Belgiens.“ Sie betonte: „Europa muss ein Ort sein, an dem jüdische Menschen offen, frei und ohne Angst leben können“ und versprach, gegen Antisemitismus und religiösen Hass vorzugehen, jüdisches Leben zu schützen und Hass überall zu bekämpfen. „Jüdisches Leben gehört zu Europa. Und Europa wird es immer verteidigen“, schloss sie. Änderungen der Tagesordnung – Dienstag: Die Präsidentin gab bekannt, dass die EVP und der Umweltausschuss gemäß Regel 170(6) beantragt haben, die Datei zur Berechnung von Emissionsgutschriften für schwere Nutzfahrzeuge für die Berichtszeiträume 2025–2029 vorzuziehen (Fast Track). Über diesen Antrag wird am Dienstag abgestimmt. Eine beschleunigte Klärung dieser Methodik kann positiv für österreichische Logistikunternehmen, Fahrzeughersteller und Klimaziele sein, da sie regulatorische Planungssicherheit schafft und Emissionsberichterstattung standardisiert. Parlamentarische Immunität: Die slowenischen Behörden haben die Aufhebung der parlamentarischen Immunität von Matej TONIN (EVP, SL) beantragt; die Angelegenheit wurde an den Rechtsausschuss verwiesen. Anträge mehrerer Ausschüsse auf Beginn von Verhandlungen mit Rat und Kommission: Folgende Ausschüsse haben beschlossen, gemäß Regel 72(1) Verhandlungen aufzunehmen (auf Basis der auf der Plenar-Webseite verfügbaren Berichte): IMCO und PECH Gemeinsam: ECON, ENVI und LIBE ECON und LIBE Abgehende und eingehende Abgeordnete: Abgehender Abgeordneter: Tom BERENDSEN (EVP, NL) ab dem 3. März Eingehende Abgeordnete: Willemien KONING (EVP, NL) ab dem 3. März Insgesamt enthält die Sitzungseröffnung sowohl politische Grundsatzpositionen zu Menschenrechten, Sicherheit und Zusammenhalt als auch einen konkreten Verfahrensantrag zur beschleunigten Behandlung einer umweltrelevanten Regulierung im Bereich der Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge, deren Klärung auch für österreichische Wirtschaft und Klimapolitik positive Auswirkungen haben kann.