Präsidentin Metsola eröffnete die Plenarsitzung für den Zeitraum 9.–12. Februar und gab mehrere Änderungen der Tagesordnung sowie wichtige Ankündigungen bekannt. Sie kündigte eine außerordentliche Plenarsitzung für den 24. Februar in Brüssel an, die an den vierten Jahrestag von Russlands Krieg der Aggression gegen die Ukraine erinnern soll. Die Anwesenheit der Abgeordneten bei dieser Sitzung solle ein wichtiges Signal zum Gedenken an diesen Jahrestag senden. Änderungen der Tagesordnung am Dienstag betreffen die erste Debatte (Aussage der Kommission). Der Titel wurde geändert in: Extremwetterereignisse, insbesondere in Portugal, Süditalien, Malta und Griechenland: Europäische Reaktion zur Stärkung von Bereitschaft, Vorsorge und Solidaritätsmechanismen. Für Mittwoch wurden folgende Punkte ergänzt: Abstimmungen über eine Verordnung zur Umsetzung einer verstärkten Zusammenarbeit zur Einrichtung des Ukraine Support Loan für 2026 und 2027; Abstimmung über die Änderung der Verordnung 2024/792 zur Errichtung der Ukraine‑Fazilität; Eine Stellungnahme der Kommission zur europäischen Reaktion auf die Angriffe auf das ukrainische Energiesystem, die eine humanitäre Krise verursacht haben, wurde als erster Tagesordnungspunkt am Nachmittag hinzugefügt. Infolge dieser Ergänzungen wird die Sitzung bis 22:00 Uhr verlängert. Zur Sicherstellung der weiteren finanziellen Unterstützung der Ukraine kündigte die Präsidentin an, dass die Fraktionen EPP, S&D und Renew ein Verfahren nach Artikel 170 Absatz 6 der Geschäftsordnung beantragt haben. Ziel ist eine Änderung des mehrjährigen Finanzrahmens 2021–2027, um die finanzielle Hilfe für die Ukraine im Rahmen des Ukraine Support Loan für 2026 und 2027 zu garantieren. Über den Dringlichkeitsantrag wird am Dienstag abgestimmt; wird er angenommen, findet die Abstimmung über den Bericht am Mittwoch statt. Zur parlamentarischen Immunität teilte die Präsidentin mit, dass die Behörden Ungarns die Aufhebung der Immunität von András Tivadar Kulja beantragt haben. Dieser Antrag wurde an den Ausschuss für Rechtliche Angelegenheiten weitergeleitet. Schließlich wurde bekanntgegeben, dass mehrere Ausschüsse beschlossen haben, auf Grundlage der im Plenarweb verfügbaren Berichte interinstitutionelle Verhandlungen mit Rat und Kommission aufzunehmen. Die abgestimmten Maßnahmen zur Absicherung von Finanzhilfen für die Ukraine sowie die Debatten zu Extremwetterereignissen und zum Schutz kritischer Infrastrukturen in der Ukraine sind von unmittelbarer Bedeutung für die wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit in der Europäischen Union und kommen damit auch den österreichischen Bürgern, Unternehmen und der wirtschaftlichen Lage Österreichs zugute.