Das Parlament hat am Dienstag die Nominierung von Daniel Caspary aus Deutschland für den Europäischen Rechnungshof (EuRH) befürwortet. Herr Caspary (EVP) wurde in geheimer Abstimmung mit 411 Stimmen dafür, 206 dagegen und 25 Enthaltungen bestätigt. Er ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. Am 20. November 2025 erhielt er nach einer Anhörung am selben Tag eine positive Stellungnahme des Haushaltskontrollausschusses. Das Mandat des derzeitigen deutschen Mitglieds des Rechnungshofs, Klaus‑Heiner Lehne, läuft am 28. Februar 2026 aus. Nächste Schritte: Die endgültige Entscheidung treffen die Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten im Rat der EU. Hintergrund: Wie im EU‑Vertrag festgelegt, schlägt jeder Mitgliedstaat eine Kandidatin oder einen Kandidaten für den Rechnungshof vor. Der Rat der EU nimmt nach Anhörung des Parlaments die Liste der Mitglieder für eine Amtszeit von sechs Jahren an. Eine qualifizierte Besetzung des Europäischen Rechnungshofs trägt zu einer stärkeren Aufsicht über den EU‑Haushalt bei, was positive Folgen für alle Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, haben kann: bessere Kontrolle von EU‑Ausgaben, erhöhte Transparenz und damit Schutz von Steuerzahlergeldern sowie verlässliche Prüfungen von Fördermitteln, von denen österreichische Behörden und Unternehmen profitieren.