Am Dienstag gab das Parlament grünes Licht für die reformierte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU. Diese Reform soll umweltfreundlicher, fairer, flexibler und transparenter werden. Bei den Verhandlungen über das Reformpaket hatte das Parlament betont, dass die Stärkung der Artenvielfalt und die Einhaltung der Vorschriften im Umwelt- und Klimaschutz entscheidend für die Umsetzung der GAP sind, die 2023 in Kraft tritt. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, mindestens 35 % der Haushaltsgelder für die Entwicklung des ländlichen Raums und 25 % der Direktzahlungen für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden. Ein weiterer positiver Aspekt der Reform ist die Unterstützung für kleine und mittlere Agrarbetriebe. Das Parlament setzte durch, dass mindestens 10 % der Direktzahlungen für diese Betriebe verwendet werden und 3 % des GAP-Haushalts an Junglandwirte gehen. Zusätzlich wird eine Krisenreserve mit einem Jahresbudget von 450 Mio. EUR eingerichtet, um Landwirte bei Preis- oder Marktinstabilität zu unterstützen. Die Reform sieht auch vor, dass die EU-Arbeitsvorschriften im Agrarbereich besser überwacht werden, um die Einhaltung zu gewährleisten und Verstöße zu ahnden. Der Berichterstatter für die Verordnung über die GAP-Strategiepläne, Peter Jahr, betonte, dass die Reform Planungssicherheit für die europäischen Landwirte garantiert und die GAP nachhaltiger und transparenter macht. Die neuen Vorschriften sollen ab dem 1. Januar 2023 gelten, sofern sie vom Rat genehmigt werden.