Medien sind eingeladen, die Holocaust-Überlebende Tatiana Bucci zu interviewen, die am Dienstag, dem 27. Januar, an einer besonderen Plenarsitzung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust teilnehmen und die Abgeordneten im Europäischen Parlament in Brüssel ansprechen wird. Journalistinnen und Journalisten können Interviews mit Tatiana Bucci anfordern. Bitte kontaktieren Sie hierfür Isabelle ZERROUK bis spätestens Montag, 26. Januar, 13:00 Uhr. Die Interviews finden am Dienstag, 27. Januar zu folgenden Zeiten im Europäischen Parlament statt: 10:00 – 11:00 15:30 – 16:00 Die Gedenkfeier wird von der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, eröffnet; zu Beginn wird ein Video gezeigt, gefolgt von einer Rede der Präsidentin und einem musikalischen Intermezzo. Anschließend wird Tatiana Bucci die Abgeordneten ansprechen. Die Veranstaltung schließt mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Holocaust und einem weiteren musikalischen Beitrag. Sie können die Feier live über die Streaming-Website des Parlaments und auf EbS+ verfolgen. Zu Tatiana Bucci: Tatiana Bucci wurde 1938 in Fiume geboren, einer damals zu Norditalien gehörenden Stadt (heute in Kroatien). Im Jahr 1944 wurden Tatiana und ihre Familie von den Nationalsozialisten verhaftet und in die Risiera di San Sabba, ein Transit-Konzentrationslager in Norditalien, gebracht. Tatiana war erst sechs Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer vierjährigen Schwester Andra, ihrer Mutter, ihrer Tante, ihrer Großmutter und ihrer Cousine am 4. April 1944 nach Auschwitz deportiert wurde. Die beiden Schwestern verbrachten zehn Monate in Auschwitz. Ihre Mutter, Mira, wurde aus Auschwitz nach Deutschland verlegt, um in einer Munitionsfabrik zur Zwangsarbeit eingesetzt zu werden. Ihr Vater, Giovanni, war während des Krieges als Kriegsgefangener in Südafrika interniert. Tatiana und Andra Bucci gehören zu den jüngsten Kind-Überlebenden von Auschwitz, die sich an ihre Erfahrungen erinnern können und durch ihr Zeugnis wesentlich zur historischen Bildung und zum Gedenken beitragen.