Das Europäische Parlament bringt mit der Renovierung des Paul‑Henri‑Spaak‑Gebäudes (SPAAK) in Brüssel das Gebäude auf den neuesten Stand in Bezug auf Umwelt, Sicherheit und technische Ausstattung. Das Parlament wird das Paul‑Henri‑Spaak‑Gebäude gemäß den neuesten Energieeffizienz‑ und Umweltstandards renovieren, wie vom Präsidium des Parlaments und dem Haushaltsausschuss beschlossen. Die Renovierung ist notwendig, um eine Reihe von Mängeln, unter anderem in den Bereichen Sicherheit und Brandschutz, zu beheben und veraltete Gebäudetechnik an heutige Standards anzupassen. Das Gebäude umfasst einen der Plenarsäle (Hemicylce), Sitzungsräume, Büros sowie Bereiche für Presse und Besucherinnen und Besucher. Die Investition beträgt 455 Millionen Euro (Stand: April 2023) und erstreckt sich über den Zeitraum 2024–2031. Mitte Februar 2026 wird das Parlament den Renovierungsantrag bei den zuständigen lokalen Behörden (Urban) einreichen. Ziel ist es, die eigentlichen Bauarbeiten Anfang 2027 zu beginnen und den renovierten Plenarsaal im Jahr 2030 einzuweihen – dem Jahr, in dem Belgien als Gastgebermitgliedstaat den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feiert. Umweltleistung Ein wesentlicher Teil der Arbeiten wird darauf ausgerichtet sein, die Umweltleistung des SPAAK‑Gebäudes erheblich zu verbessern, einschließlich seiner Energieeffizienz, im Einklang mit dem Engagement des Parlaments sowie den Vorgaben des EU‑ und nationalen Rechts. Die Renovierung wird erhebliche Einsparungen bei Energie‑ und Instandhaltungskosten ermöglichen und zur Verbesserung der Sicherheit und Langlebigkeit des Gebäudes beitragen. Zentrale Ziele und Maßnahmen sind: Erreichen eines nahezu klimaneutralen und emissionsfreien Gebäudestatus Umsetzung eines proaktiven Regenwassermanagementsystems Reduktion von Abfallaufkommen und CO₂‑Fußabdruck durch Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Lebenszyklusbewertungen der eingesetzten Materialien Schutz und Förderung der Biodiversität auf dem Gelände und in seiner Umgebung Unabhängige Zertifizierung nach dem globalen Nachhaltigkeitsstandard DGNB mit dem Ziel der Stufe Gold Infolge dieser Maßnahmen wird erwartet, dass die CO₂‑Emissionen des Gebäudes erheblich sinken, wodurch das Ziel unterstützt wird, es zu einem der umweltfreundlichsten Parlamentsgebäude weltweit zu machen. Verbesserung der Funktionalität und Offenheit Das renovierte Gebäude wird die derzeitigen Funktionen des bestehenden Bauwerks beibehalten und zugleich optimieren. Vorgesehen sind zudem neue, eigens ausgewiesene Bereiche für interinstitutionelle Verhandlungen (Triloge). Das Europäische Parlament steht den Bürgerinnen und Bürgern offen; ein weiteres Ziel der Renovierung ist es daher, diese Werte sichtbar zu machen und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Die Renovierung wird eine bessere visuelle Integration des Bauwerks in seine Umgebung gewährleisten, wobei die bestehende Form und der Großteil der Struktur erhalten bleiben. Die neue, mehrschichtige Fassade wird für mehr Tageslicht sorgen und zugleich die räumliche Übersicht, die Energieeffizienz, die interne Vernetzung sowie die Offenheit des Gebäudes nach außen verbessern. Die Tätigkeiten des Parlaments in Brüssel werden während der gesamten Renovierungsarbeiten uneingeschränkt aufrechterhalten. Nächste Schritte Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase des Vorentwurfs, einschließlich der Vorbereitung des Genehmigungsantrags. Parallel dazu bereitet das Parlament die Ausschreibung für die Renovierungsarbeiten vor. Vorbehaltlich der Genehmigung ist das Ziel, die Bauarbeiten Anfang 2027 aufzunehmen und den renovierten Plenarsaal im Jahr 2030 einzuweihen. Weitere Informationen zu dem Gebäude finden sich im Hintergrundvermerk.