Diese Woche hat die Konferenz der Präsidenten die folgende Erklärung zur Unterstützung des Multilateralismus und des regelbasierten internationalen Systems sowie zur Unterstützung Grönlands und Dänemarks angenommen. Das Europäische Parlament steht fest für den Multilateralismus und das regelbasierte internationale System. Jeder Versuch, die Souveränität und die territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands zu untergraben, verstößt gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen. Die Sicherheit der Arktis ist eine strategische Priorität für die Europäische Union, und wir sind fest entschlossen, diese zu schützen. Die Arktisstrategie der EU geht über bloße Sicherheitsaspekte hinaus und unser Engagement, die nachhaltige Entwicklung und die Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region zu verstärken, ist unerschütterlich. Das Königreich Dänemark, einschließlich Grönlands, ist Mitglied der NATO und ist vollständig durch die kollektiven Sicherheitsgarantien des Bündnisses gedeckt. Das Europäische Parlament wird weiterhin die europäischen Verteidigungsfähigkeiten stärken und sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre NATO-Verpflichtungen einhalten, unter anderem durch anhaltende Investitionen in die Verteidigung und eine starke Präsenz in der Arktisregion. Die Sicherheit der Arktis wird im Rahmen der NATO gewährleistet, und Dänemark unterhält Abkommen mit wichtigen Partnern, darunter den Vereinigten Staaten, zum Schutz der Region. Entscheidungen, die Dänemark und Grönland betreffen, gehören allein zu Dänemark und Grönland, in Übereinstimmung mit den einschlägigen verfassungsrechtlichen Regelungen und Abkommen zwischen Dänemark und Grönland. Es wird daran erinnert, dass die Vereinigten Staaten 1916 – durch ein Abkommen mit Dänemark – erklärten, dass Dänemark die volle Souveränität über Grönland besitze. Mit diesem Abkommen erkannten die Vereinigten Staaten an, dass ganz Grönland zu Recht dänisches Territorium sei. Externe Versuche, den Status quo zu ändern, sind inakzeptabel. Das Europäische Parlament verurteilt nachdrücklich die Äußerungen der Trump-Administration in Bezug auf Grönland, die eine eklatante Herausforderung des Völkerrechts, der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen und der Souveränität und territorialen Integrität eines NATO-Verbündeten darstellen. Solche Äußerungen sind inakzeptabel und haben in den Beziehungen zwischen demokratischen Partnern keinen Platz. Das Europäische Parlament ruft die Europäische Kommission und den Europäischen Rat dazu auf, konkrete und greifbare Unterstützung für Grönland und Dänemark zu definieren, wobei die Grundsätze und das Recht der EU, das Völkerrecht und die NATO-Charta gewahrt werden sollen.