Eine Delegation des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, geleitet vom Vorsitzenden David McAllister, wird am 21.–23. Juli in China zu hochrangigen Gesprächen mit den chinesischen Behörden weilen. Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten und wachsender wirtschafts- und handelspolitischer Spannungen wird sich die achtköpfige Delegation mit ihren chinesischen Partnern zu zentralen Fragen von beiderseitigem Interesse austauschen. Die Diskussionen werden sich auf die sich entwickelnde und vielschichtige EU‑China‑Beziehung konzentrieren, mit besonderem Augenmerk auf Themen von strategischer Bedeutung für die EU, darunter: die geopolitischen Auswirkungen wachsender wirtschaftlicher Ungleichgewichte, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Menschenrechtslage in China, und Frieden und Stabilität im Indopazifik. Die Delegation unter Leitung des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses David McAllister wird sich zudem zu Bereichen gemeinsamen Interesses austauschen, darunter Multilateralismus, internationale öffentliche Gesundheit und Klimadiplomatie. Zu den Treffen der Abgeordneten des Auswärtigen Ausschusses gehören Gespräche mit: Außenminister Wang Yi, der Führung des Nationalen Volkskongresses (NPC) und dessen Auswärtigem Ausschuss, sowie mit der Internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei Chinas (IDCPC). Die Mitglieder werden außerdem mit den Delegationen der EU‑Diplomatie in Peking sowie mit Wissenschaftlern des Institute of European Studies der Chinese Academy of Social Sciences (CASS) sprechen. In Shanghai werden die Abgeordneten eine Reihe von Treffen mit Vertretern der kommunalen Behörden und lokalen Technologieunternehmen abhalten. Der Fokus liegt dort auf der technologischen Dimension der EU‑China‑Beziehungen, einschließlich Tech‑Souveränität und Wettbewerb sowie der globalen Governance von Künstlicher Intelligenz. Mitglieder der Delegation: David McAllister (EVP, Deutschland), Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten Engin Eroglu (Renew Europe, Deutschland), Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China Nicolás Pascual de la Parte (EVP, Spanien) Javi López (S&D, Spanien) Lucia Annunziata (S&D, Italien) Jaroslav Bžoch (PfE, Tschechien) Adam Bielan (ECR, Polen) Hilde Vautmans (Renew Europe, Belgien), ständiger Berichterstatter des Auswärtigen Ausschusses für China Hintergrund: Der Besuch in Peking und Shanghai am 21.–23. Juli ist eines der bedeutendsten außenpolitischen Engagements des Ausschusses in seiner aktuellen Amtszeit und folgt auf einen Besuch des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des Parlaments Ende März 2026. Eine Abordnung von Abgeordneten reiste im Mai nach China, um am 43. EU‑China‑Interparlamentarischen Treffen teilzunehmen, und es wird erwartet, dass der Ausschuss für internationalen Handel später im Jahr 2026 das Land besucht.