Eine Delegation des Europäischen Parlaments nahm vom 9. bis 11. Juni an der 19. Sitzung der Vertragsstaatenkonferenz (COSP19) zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN CRPD) in New York teil. Die Delegation wurde von Li Andersson (The Left, FI), Vorsitzende des Beschäftigungs- und Sozialausschusses des Parlaments, geleitet. An der Delegation beteiligten sich Abgeordnete aus dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres sowie dem Petitionsausschuss. Folgende Abgeordnete gehörten zur Delegation: Giusi Princi (EPP, IT) Rosa Estaràs Ferragut (EPP, ES) Alex Agius Saliba (S&D, MT) Assita Kanko (ECR, BE) Katrin Langensiepen (Greens/EFA, DE) Die Abgeordneten führten bilaterale Gespräche zu den Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen und nahmen an mehreren Side-Events zum diesjährigen Thema teil: dem 20. Jahrestag der UN CRPD. Die Unterthemen standen im Zeichen der Stärkung von Betreuungs- und Unterstützungssystemen sowie der Förderung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das Europäische Parlament co-veranstaltete zudem eine Veranstaltung zusammen mit UNICEF, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) zur Rolle des privaten Sektors bei der Bereitstellung inklusiver Betreuung und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung steht zur Verfügung. Nach dem Besuch erklärte die Delegationsleiterin Li Andersson, dass diese Delegation besonders wichtig gewesen sei, da die UN CRPD ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Es bleibe noch viel zu tun, um die Kernprinzipien der Konvention in praktische Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Die EU sei ein wichtiger globaler Akteur in Zeiten, in denen Multilateralismus und Menschenrechte unter Druck stünden. Eine der zentralen Aufgaben der EU müsse es sein, ihren langfristigen Haushalt mit der Konvention in Einklang zu bringen, insbesondere durch die gezielte Bereitstellung von Mitteln für Menschen mit Behinderungen und deren Organisationen.