Folgend auf die Plenarabstimmung am Donnerstag werden Präsidentin Roberta Metsola und Berichterstatterin Raquel García Hermida-van der Walle (Renew, NL) den Medien zu den EU-Regeln gegen Korruption sprechen. Wann: Donnerstag, 26. März, 12:00 – 12:30 CET Wo: Europäisches Parlament in Brüssel, Gebäude Spaak, Pressekonferenzraum Anna Politkovskaya - 0A50 Wie: Akkreditierte Journalistinnen und Journalisten können die Pressekonferenz persönlich besuchen. Wer aktiv teilnehmen und Fragen aus der Ferne stellen möchte, kann dies über Interactio tun. Vor dem Verbinden sollten die Richtlinien und Empfehlungen für Fernsprecher geprüft werden. Die Pressekonferenz wird über das Multimediazentrum des Parlaments live gestreamt und aufgezeichnet. Hintergrund Die Richtlinie, die im Dezember 2025 zwischen Parlament und Rat vorläufig vereinbart wurde und im Januar 2026 vom Ausschuss für bürgerliche Freiheiten (LIBE) gebilligt wurde, legt gemeinsame Definitionen für Korruptionsdelikte, harmonisierte Sanktionen sowie präventive Verpflichtungen für die Mitgliedstaaten fest. Sie etabliert EU-weite Regeln zu strafrechtlichen und nicht-straffrechtlichen Sanktionen für eine Reihe von Delikten, darunter: Bestechung Unterschlagung Behinderung der Justiz Einflusshandel unrechtmäßige Amtsausübung korruptionsbedingte unrechtmäßige Bereicherung Verschleierung Bestechung im privaten Sektor Ziel ist es, Unterschiede zwischen nationalen Rechtssystemen zu verringern und Durchsetzungsdefizite zu bekämpfen, insbesondere in grenzüberschreitenden Fällen. Die Mitgliedstaaten werden verpflichtet, nationale Anti-Korruptionsstrategien zu verabschieden und relevante Daten in vergleichbaren Formaten bereitzustellen. Die neuen Regeln sollen außerdem die Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden und wichtigen EU-Instanzen stärken, darunter das Amt für Betrugsbekämpfung OLAF, die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO), Europol und Eurojust. Durch die Harmonisierung von Tatbeständen und Sanktionen sowie durch die verstärkte Zusammenarbeit der Behörden wird erwartet, dass die Richtlinie die Effektivität der Korruptionsbekämpfung in der EU erhöht und die Durchsetzung in grenzüberschreitenden Fällen verbessert.