Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel des Parlaments und zuständiger Berichterstatter für die USA, gab folgende Erklärung ab.Nach einem Treffen der Schattenberichterstatter des Ausschusses (d. h. der Vertreter der politischen Gruppen) sagte Bernd Lange (S&D, DE):„Die Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten vom 20. Februar 2026 über die Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) ist klar und eindeutig. Ihre Auswirkungen können nicht ignoriert werden, und ein Weiter-so ist keine Option. Ein zentrales Instrument, das auf US-Seite zur Verhandlung und Umsetzung des Turnberry Deal verwendet wurde, steht nicht mehr zur Verfügung. Die Lage ist nun unsicherer denn je. Dies widerspricht der Stabilität und Vorhersehbarkeit, die wir mit dem Turnberry Deal erreichen wollten.“Er erklärte weiter, dass der vorgeschlagene Ersatz für das IEEPA, Section 122, unterscheidungslos auf alle Länder angewendet würde, die in die Vereinigten Staaten exportieren, und zusätzlich zum Meistbegünstigtenzollsatz (MFN) erhoben würde. Als Folge würden Importe aus der EU in die USA einem angewandten Satz unterliegen, der die 15%-Schwelle überschreitet. Dies stelle an sich eine klare Abweichung von den Bedingungen des Turnberry Deal dar.Die Schattenberichterstatter, die die Mehrheit der Mitglieder vertreten, seien übereingekommen, dass unter den gegenwärtigen Umständen die Arbeit an den beiden Turnberry-Dateien ausgesetzt werden sollte, bis in den EU–US-Handelsbeziehungen wieder Klarheit, Stabilität und Rechtssicherheit hergestellt sind.Folglich werden die für morgen im Ausschuss geplanten Abstimmungen nicht wie vorgesehen stattfinden, und die Schattenberichterstatter werden die Lage nächste Woche neu bewerten.“