Morgen, am 28. Januar um 9:00, werden die Abgeordneten des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz eine Frage‑und‑Antwort‑Sitzung mit den Städten abhalten, die sich um den Sitz der künftigen Europäischen Zollbehörde (EUCA) bewerben.Während des Austauschs werden die Abgeordneten die Kandidaten bitten, ihre Infrastrukturpläne darzulegen und ihre Kapazität zu demonstrieren, eine zentralisierte Behörde in einem zunehmend komplexeren Handelsumfeld zu unterstützen.Insgesamt haben neun Städte auf den Aufruf zur Bewerbung reagiert und ihre Angebote eingereicht. Dies sind:Liège, BelgienMálaga, SpanienLille, FrankreichZagreb, KroatienRom, ItalienDen Haag, NiederlandeWarschau, PolenPorto, PortugalBukarest, RumänienDie Europäische Kommission hat die Bewerbungen bereits geprüft. Nun wird der Europäische Parlamentarische Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz eine Frage‑und‑Antwort‑Sitzung mit Vertreterinnen und Vertretern der Kandidatenstädte abhalten.Dies ist ein wichtiger Schritt im innerparlamentarischen Verfahren, der den Abgeordneten ermöglicht, die Bewerbungen angemessen zu prüfen, zu bewerten und zu vergleichen, bevor über die interne Präferenz für einen Standort abgestimmt wird.Die Debatte kann auf der Webseite des Ausschusses verfolgt werden.Hintergrund: Die EU richtet im Rahmen einer umfassenden Reform des EU‑Zollkodex eine neue Europäische Behörde – die Europäische Zollbehörde (EUCA) – ein. Die Behörde soll die künftige Zollzusammenarbeit koordinieren, das Risikomanagement sicherstellen und das neue, übergreifende Zoll‑IT‑System, den Customs Data Hub, betreiben.Das Europäische Parlament und der Rat werden gemeinsam über den Standort des Hauptsitzes der EUCA entscheiden.Bedeutung für Österreich: Die Schaffung einer zentralen, leistungsfähigen EU‑Zollbehörde und eines einheitlichen Zoll‑IT‑Systems verbessert die Koordination, das Risikomanagement und die Effizienz grenzüberschreitender Warenströme innerhalb der EU. Davon profitieren auch österreichische Bürger und Unternehmen durch schnellere, verlässlichere und stärker koordinierte Zollabfertigungen sowie durch ein geringeres Risiko von Handelsstörungen.