Am Montag, den 19. Januar, werden Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Vertreter der Kommission über Vorschläge zur Zusammenlegung verschiedener EU-Fonds im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen debattieren. Ort: Europäisches Parlament in Straßburg, Raum WIC 200, und per Webstream Wann: Montag, 19. Januar 2026, 19:30 - 22:30 Was: Gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Haushalt (BUDG), regionale Entwicklung (REGI) und Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI). Die Abgeordneten werden über Vorschläge zur Zusammenfassung von regionalen, landwirtschaftlichen und anderen Fonds in nationale „Envelopes“ (sogenannte nationale und regionale Partnerschaftspläne) diskutieren. An der Debatte nehmen der Exekutiv-Vizepräsident der Kommission Raffaele Fitto (Kohäsion und Reformen) sowie die Kommissare Piotr Serafin (Haushalt) und Christophe Hansen (Landwirtschaft) teil. Der Vorschlag wurde von der Kommission am 16. Juli 2025 im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) für 2028–2034 vorgelegt und liegt in der gemeinsamen Zuständigkeit der Ausschüsse für Haushalt, Landwirtschaft und regionale Entwicklung. Die Berichterstatter, die die Arbeit des Parlaments zu dem Vorschlag leiten, sind: Karlo Ressler (EVP, Kroatien - BUDG) Andrey Novakov (EVP, Bulgarien - REGI) Elsi Katainen (Renew, Finnland - AGRI) Hintergrund: In einer Plenardebatte am 12. November 2025 haben die Abgeordneten ihre Positionen zu den MFR-Vorschlägen dargelegt. Sie sind der Auffassung, dass Regionen und lokale Gebietskörperschaften ein starkes Mitspracherecht bei der Ausgestaltung und Verwendung der Mittel haben sollten. Außerdem müsse das Parlament die Aufsicht über die Ausgaben behalten, um sicherzustellen, dass die Mittel einen europäischen Mehrwert liefern. Zugleich betonen die Abgeordneten, dass ländliche Gebiete und die am stärksten benachteiligten Regionen unter dem neuen Modell nicht ihre speziellen Förderungen verlieren dürfen. Parallel zu ihren Arbeiten an den sektoriellen Vorschlägen bereitet das Parlament zudem einen Zwischenbericht über die Verhandlungen zum mehrjährigen Haushalt vor, der voraussichtlich während der Plenarwoche vom 25. bis 29. Mai 2026 angenommen werden soll.