Eine Delegation des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, geleitet von Vorsitzendem Norbert Lins, wird am 20. und 21. Juni 2022 zur polnisch-ukrainischen Grenze reisen. Während des Besuchs werden die Abgeordneten die Medyka (Schiene) und Korczowa (Straße) Grenzübergänge besuchen, um die Importe ukrainischer Agrarprodukte und das Potenzial für alternative Routen zu bewerten. Die Kapazität zur Lagerung von Agrarprodukten wird Gegenstand eines Meinungsaustauschs zwischen den Abgeordneten und Vertretern der ukrainischen Wirtschaft und des Handels sein. Vor der Reise sagte Norbert Lins (EPP, DE): „Aufgrund der russischen Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen müssen die Getreideexporte über Straße und Schiene transportiert werden. Dies ist eine enorme infrastrukturelle und bürokratische Herausforderung an den Grenzen der Ukraine.“ Das Ziel dieser Erkundungsmission an der polnisch-ukrainischen Grenze ist es, die Probleme vor Ort zu erkennen und herauszufinden, wo schnell und unkompliziert Hilfe von europäischer Seite geleistet werden kann. Lins wird von fünf weiteren Abgeordneten begleitet: Herbert Dorfmann (EPP, IT), Juozas Olekas (S&D, LT), Ulrike Müller (Renew, DE), Tilly Metz (Grüne/EFA, LU) und Veronika Vrecionová (ECR, CZ). Eine Pressekonferenz findet am 21. Juni um 12:00 CEST im Konferenzraum Nr. 2 des Hotel Metropolitan, Juliusza Słowackiego 16, 35-001 Rzeszów, statt. Die Pressekonferenz wird in hybrider Form abgehalten. Journalisten, die physisch teilnehmen oder einen Link zur virtuellen Teilnahme anfordern möchten, sollten sich an den Pressesprecher im Büro des Europäischen Parlaments in Polen, Łukasz Kempara, wenden: lukasz.kempara@europarl.europa.eu, Tel. +48 605 655 050 oder Bartosz Ochapski: bartosz.ochapski@europarl.europa.eu, Tel. +48 508 856 913. Die Pressekonferenz wird ins Englische und Polnische übersetzt. Hintergrund: Am 24. März hat das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die Einrichtung von Lebensmittelkorridoren zu und von der Ukraine fordert. Am 12. Mai veröffentlichte die Kommission einen Aktionsplan für die Solidaritätskorridore der EU mit der Ukraine, um die landwirtschaftlichen Exporte der Ukraine und den bilateralen Handel mit der EU zu erleichtern. Ziel ist es, den Handel mit der Ukraine wiederherzustellen, indem Transport- und Verwaltungsengpässe beseitigt und die Ströme auf alternative Routen umgeleitet werden.